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Epilepsie ist keine einheitliche Erkrankung, sondern ein Sammelbegriff für viele verschiedene Zustände des Gehirns. Die Internationale Liga gegen Epilepsie (ILAE) definierte in ihrer aktualisierten Klassifikation 2017 Epilepsie als ein anhaltendes Risiko, epileptische Anfälle zu entwickeln, verbunden mit neurologischen, kognitiven, psychologischen und sozialen Folgen. Die Diagnose Epilepsie wird gestellt, wenn mindestens zwei unprovozierte Anfälle im Abstand von mehr als 24 Stunden aufgetreten sind, ein einzelner Anfall bei hoher Rückfallgefahr, oder wenn ein charakteristisches Epilepsiesyndrom vorliegt. Ein epileptischer Anfall beruht auf einer vorübergehenden Überaktivität von Nervenzellen, die für Sekunden bis Minuten das Bewusstsein, die Motorik oder das Verhalten beeinflusst.
Bei der Darstellung medizinischer Themen ist es wichtig, zwischen sachlicher Information und Werbung zu unterscheiden. Besonders im sensiblen Bereich der Epilepsie und von Produkten aus der Cannabispflanze gelten strenge gesetzliche Vorgaben. In diesem Artikel werden ausschließlich neutrale Fakten erläutert. Es werden keine Heil‑, Wirk‑ oder Linderungsversprechen abgegeben, und mögliche Behandlungsoptionen werden ohne suggestive Sprache dargestellt. Ziel ist, Patientinnen und Patienten, Angehörige und Interessierte in Deutschland faktenbasiert zu informieren.
Die ILAE unterscheidet zunächst zwischen Fokal‑ und generalisierten Anfällen. Fokale Anfälle entstehen in neuronalen Netzwerken, die auf eine Gehirnhälfte beschränkt sind. Sie können klar lokalisiert oder weit verteilt sein und werden wiederum in motorische und nicht‑motorische Anfänge unterteilt. Motorische Fokalanfälle können unterschiedliche Erscheinungsbilder haben, darunter Automatismen (wiederholte Bewegungen wie Lippenreiben), atonische Episoden, klonische oder myoklonische Zuckungen, Epilepsie‑Spasmen, hyperkinetische Bewegungen und tonische Anspannung. Bei generalisierten Anfällen hingegen ist von Beginn an das gesamte Gehirn beteiligt. Daneben gibt es Anfälle, deren Ursprung zunächst unklar ist (unbekannte Anfälle).
Ein Epilepsiesyndrom beschreibt ein wiederkehrendes Muster aus Anfallstypen, Alter beim Erkrankungsbeginn und anderen klinischen Merkmalen. Beispiele für genetisch bedingte Syndrome sind die benigne familiäre neonatal‑infantile Epilepsie, die juvenile myoklonische Epilepsie oder das Dravet‑Syndrom. Bei einem strukturellen Epilepsiesyndrom hingegen steht eine nachweisbare Veränderung im Gehirn als Auslöser im Mittelpunkt, etwa eine Narbenbildung nach Verletzung oder eine Fehlbildung.
Die ILAE unterscheidet heute sechs Ätiologiegruppen: strukturell, genetisch, infektiös, metabolisch, immunologisch und unbekannt. Diese Einteilung löst ältere Begriffe wie „idiopathisch“, „kryptogen“ und „symptomatisch“ ab und unterstützt Ärztinnen und Ärzte dabei, Ursachen systematisch zu ergründen. Die Kategorie „unbekannt“ bedeutet nicht, dass keine Ursache existiert, sondern lediglich, dass trotz ausführlicher Diagnostik keine eindeutige Zuordnung möglich ist. Die Ursachen von Epilepsien sind vielfältig; die Weltgesundheitsorganisation (WHO) weist darauf hin, dass die Ursache in etwa der Hälfte der Fälle weltweit unbekannt bleibt. Im Folgenden werden die Gruppen genetisch/idiopathisch, strukturell und unklar näher erläutert.

Die ILAE verwendet den Begriff „genetisch“ für Epilepsien, bei denen Veränderungen im Erbgut eine wichtige Rolle spielen. Viele dieser Erkrankungen werden auch als „idiopathische“ Epilepsien bezeichnet, vor allem, wenn keine strukturellen Veränderungen vorliegen und es Hinweise auf familiäre Häufungen gibt. Genetisch bedeutet jedoch nicht zwangsläufig vererbt: Laut Epilepsy Action können genetische Veränderungen zufällig in Ei oder Samenzelle entstehen, sogenannte de‑novo‑Mutationen. Eine solche Mutation kann dazu führen, dass ein Kind epileptische Anfälle entwickelt, obwohl die Eltern keine Epilepsie haben. In vielen Familien gibt es dennoch eine familiäre Häufung: Bei genetisch generalisierten Epilepsien, auch idiopathische generalisierte Epilepsien (IGE) genannt, ist meist keine einzelne Mutation bekannt, aber häufig eine positive Familienanamnese.
Idiopathische generalisierte Epilepsien umfassen mehrere Syndrome, bei denen bestimmte Anfallstypen im Vordergrund stehen. StatPearls beschreibt diese Gruppe als Zusammenschluss aus Kindheitsabsencen (Childhood Absence Epilepsy), juvenilen Absencen, juveniler myoklonischer Epilepsie und Epilepsie mit generalisierten tonisch‑klonischen Anfällen allein. Diese Syndrome zeigen sich oft im Kindes‑ oder Jugendalter und verlaufen bei vielen Betroffenen relativ günstig. Auch das Dravet‑Syndrom, die genetische Epilepsie mit febrilen Anfällen plus (GEFS+) und frühkindliche Entwicklungsepilepsien werden genetisch eingeordnet. Die klinische Vielfalt reicht von kurzen Bewusstseinsaussetzern bis zu myoklonischen Zuckungen oder generalisierten Krampfanfällen.
Der Begriff Epilepsie mit Absencen bezeichnet eine Form von generalisierten Anfällen, bei der kurzfristige Bewusstseinsaussetzer im Vordergrund stehen. Die Cleveland Clinic beschreibt Absencen als kurze, abrupt beginnende Episoden, in denen Betroffene „blank“ in die Ferne starren und für drei bis 15 Sekunden nicht ansprechbar sind. Diese Anfälle werden oft mit Tagträumen verwechselt und treten vor allem im Kindesalter auf. Absencen gelten als typische Symptome des Syndroms „Kindheitsabsencen“ und „juvenile Absencen“. Sie werden zu den idiopathischen generalisierten Epilepsien gezählt und sind häufig genetisch beeinflusst. Während eines Anfalls kommt es zu einer plötzlichen, überschießenden elektrischen Aktivität im Gehirn. Die Klinik weist darauf hin, dass genetische Faktoren eine Rolle spielen können, und dass Auslöser wie hyperventilieren oder Flackerlicht (z. B. bei Computerspielen) Anfälle provozieren können.
Viele Menschen fragen sich: Ist Epilepsie vererbbar? Die Antwort ist differenziert. Laut Epilepsy Action sind nicht alle genetischen Ursachen vererbt; viele Mutationen entstehen de novo. In etwa der Hälfte aller Menschen mit Epilepsie lässt sich keine klare Ursache finden. Genetische Tests können in bestimmten Situationen sinnvoll sein, etwa wenn die Epilepsie im frühen Kindesalter beginnt, in der Familie ähnliche Syndrome vorkommen oder strukturelle Veränderungen vorliegen. Genetische Beratung hilft, das individuelle Risiko für Kinder abzuschätzen. Selbst wenn eine genetische Ursache vermutet wird, ist es nicht immer möglich, diese durch Tests zu bestätigen.
Bei struktureller Epilepsie steht eine erkennbare Veränderung des Gehirns als Auslöser im Zentrum. Dazu gehören angeborene Fehlbildungen, Narben nach Verletzungen, Durchblutungsstörungen oder Tumoren. Die WHO listet mehrere Beispiele: Hirnschäden während der Schwangerschaft oder Geburt (z. B. Sauerstoffmangel), Fehlbildungen oder genetisch bedingte Gehirnanomalien, schwere Kopfverletzungen, Schlaganfälle, Infektionen wie Meningitis oder Enzephalitis, genetische Syndrome oder Hirntumoren. Die Nationale Bibliothek für Medizin (USA) führt in ihrer Datenbank weitere strukturelle Ursachen auf: traumatische Hirnverletzung, Schlaganfall, intraventrikuläre Blutung, hypoxisch‑ischämische Enzephalopathie, Stoffwechsel‑ oder toxische Schädigungen, neurokutane Syndrome (z. B. tuberöse Sklerose, Neurofibromatose), Entwicklungsstörungen der Hirnrinde, Neoplasien und degenerative Erkrankungen wie Alzheimer.
Eine strukturorientierte Diagnose hilft, Therapieoptionen zu planen. Bei gut abgrenzbaren Läsionen kann eine neurochirurgische Behandlung eine Option sein. Es ist jedoch zu betonen, dass jede Therapieplanung individuell durch Fachärztinnen und Fachärzte erfolgt. In Deutschland wird eine operative oder medikamentöse Behandlung immer im Rahmen ärztlicher Verordnungen durchgeführt. Dieser Artikel möchte lediglich aufzeigen, welche strukturellen Ursachen möglich sind; er ersetzt keine ärztliche Beratung.
Trotz moderner Bildgebung und genetischer Tests bleibt die Ursache bei vielen Menschen unklar. WHO weist darauf hin, dass weltweit bei etwa 50 % der Fälle keine Ursache ermittelt wird. Die ILAE ordnet diese Fälle in die Kategorie „unbekannt“ ein. Der Begriff kryptogen wird gelegentlich genutzt, wenn Ärztinnen und Ärzte vermuten, dass es eine verborgene Ursache gibt, diese aber nicht identifizieren können. Eine unklare Ursache bedeutet nicht, dass eine Spontanheilung zu erwarten ist. Bei anhaltenden Anfällen wird eine engmaschige neurologische Betreuung empfohlen. Forschende erhoffen sich, dass künftig mehr Ursachen durch High‑Tech‑MRT oder genetische Sequenzierung entdeckt werden können.

Die Frage nach der Lebenserwartung bei Epilepsie beschäftigt viele Betroffene. Grundsätzlich beeinflusst die Art der Epilepsie, das Alter beim Auftreten, die Anfallshäufigkeit sowie Begleiterkrankungen den Verlauf. Laut Epilepsydisease.com hängt das Ergebnis von Faktoren wie Epilepsietyp, Alter bei Diagnose, Anfallshäufigkeit, Kontrollierbarkeit der Anfälle, Familienanamnese und weiteren Erkrankungen ab. Menschen mit gut kontrollierten Anfällen haben häufig nur eine leicht verkürzte Lebensdauer, während schlecht kontrollierte Anfälle die Lebenserwartung erheblich senken können. Die gleichen Quellen berichten, dass Personen mit Epilepsie unbekannter Ursache eine nahezu normale Lebenserwartung haben, während bei erblich bedingten Epilepsien eine um durchschnittlich bis zu zehn Jahre verkürzte Lebensspanne beobachtet wurde. Diese Zahlen dienen der groben Einordnung und ersetzen keine individuelle Risikoabschätzung. Generell gilt: Eine regelmäßige medizinische Betreuung sowie das Vermeiden von Risikofaktoren (etwa Schwimmen ohne Aufsicht oder Autofahren bei unkontrollierten Anfällen) können das Risiko schwerer Zwischenfälle reduzieren. Wichtig ist, das persönliche Risiko mit dem behandelnden Fachteam zu besprechen.
Epilepsie beeinflusst den Alltag unterschiedlich. Bei manchen Menschen treten Anfälle selten auf, bei anderen häufiger. Absencen können unbemerkt bleiben und zu Konzentrationsproblemen in der Schule führen, während tonisch‑klonische Anfälle Verletzungsgefahren mit sich bringen. Die WHO weist darauf hin, dass Anfälle durch Stürze, Unfälle, Ertrinken oder Verbrennungen zu schweren Folgen führen können. Die Stigmatisierung ist ein weiteres Problem: In vielen Ländern gibt es Vorurteile gegenüber Menschen mit Epilepsie, die sich negativ auf Berufschancen, Versicherung und soziale Integration auswirken. Öffentliches Bewusstsein und rechtliche Gleichstellung sind daher wichtige Aspekte der Versorgung.
Cannabis und seine Inhaltsstoffe werden seit einigen Jahren auch im Zusammenhang mit neurologischen Erkrankungen diskutiert. Um diese Diskussion einordnen zu können, ist ein Blick auf das Endocannabinoid‑System (ECS) hilfreich. Harvard Health beschreibt das ECS als Netzwerk aus chemischen Signalen und Zellrezeptoren, das in Gehirn und Körper verbreitet ist. CB1-Rezeptoren im Gehirn übertreffen in ihrer Dichte viele andere Rezeptortypen und wirken wie eine Verkehrsregelung für die Freisetzung verschiedener Neurotransmitter. Sie beeinflussen Hunger, Temperatur, Schmerzempfinden und Stimmung. Um diese Rezeptoren zu aktivieren, produziert der Körper körpereigene Cannabinoide. Das erste entdeckte Endocannabinoid heißt Anandamid. Ein zweiter Rezeptortyp, CB2, kommt überwiegend in Immunzellen vor und spielt eine Rolle bei Entzündungsreaktionen.
Die Cannabispflanze enthält zahlreiche Pflanzenstoffe (Phytocannabinoide). Tetrahydrocannabinol (THC) dockt hauptsächlich an CB1‑Rezeptoren an und ist für den Rausch verantwortlich. Es wirkt im Nervensystem und beeinflusst Wahrnehmung und Stimmung. Cannabidiol (CBD) bindet indirekt an Rezeptoren und hat keine berauschende Wirkung. Laut Harvard Health hat CBD ein Interesse der Forschung geweckt, da CB2‑Rezeptoren als potenzielle Zielstruktur gelten. In Deutschland ist aktuell ein CBD‑haltiges Arzneimittel (Handelsname Epidyolex®) für bestimmte schwere kindliche Epilepsien (Dravet‑Syndrom und Lennox‑Gastaut‑Syndrom) zugelassen. Dieses Präparat unterliegt als Fertigarzneimittel strengem Zulassungsrecht und darf nur auf ärztliche Verschreibung verwendet werden. Cannabisblüten sowie frei vermarktete CBD-Produkte sind nicht mit zugelassenen Arzneimitteln gleichzusetzen. Für diese Produkte bestehen keine zugelassenen Anwendungsgebiete zur Behandlung von Epilepsien. Eine Anwendung erfolgt – falls überhaupt – ausschließlich unter ärztlicher Aufsicht und nach sorgfältiger individueller Abwägung. Diese Informationen dienen der Orientierung und stellen keinen Therapievorschlag dar.
Die Forschung zu Cannabinoiden bei Epilepsien konzentriert sich vor allem auf isoliertes CBD. Für ein spezifisches cannabidiolhaltiges Fertigarzneimittel bestehen in der EU zugelassene Anwendungsgebiete bei bestimmten seltenen Epilepsiesyndromen. Diese Zulassung ist auf genau definierte Indikationen beschränkt und erlaubt keine allgemeinen Aussagen zur Wirksamkeit von Cannabisprodukten oder frei erhältlichen CBD-Produkten bei Epilepsie. Über THC liegen Hinweise vor, dass es die neuronale Erregbarkeit erhöhen kann. Die WHO warnt generell vor möglichen Nebenwirkungen pflanzlicher Cannabinoide wie Schwindel, Müdigkeit und Koordinationsstörungen. Unkontrollierte Selbstmedikation mit Cannabisblüten ist daher nicht empfehlenswert. Bei Fragen zu Cannabinoiden sollte immer eine neurologische Fachpraxis oder ein Epilepsiezentrum konsultiert werden.
Personen mit struktureller Epilepsie stehen vor speziellen Herausforderungen. Je nach Ursache können Fokalanfälle, generalisierte Anfälle oder gemischte Formen auftreten. Eine frühzeitige diagnostische Abklärung mittels Magnetresonanztomografie (MRT) oder Computertomografie (CT) ist entscheidend, um therapeutische Optionen zu prüfen. In manchen Fällen kann eine Operation die Anfallsfrequenz senken oder zu Anfallsfreiheit führen. Bei anderen reicht eine medikamentöse Behandlung. Ein strukturierter Therapieplan umfasst auch die Beobachtung möglicher Trigger: Schlafmangel, Stress, Alkohol oder flackernde Lichter können Anfälle begünstigen. Patientinnen und Patienten werden ermutigt, ein Anfallstagebuch zu führen, um Muster zu erkennen.
Epilepsie mit Absencen kann den Alltag besonders bei Kindern beeinträchtigen. Die kurzen Bewusstseinsaussetzer beeinflussen Aufmerksamkeit und Lernverhalten. Da die Anfälle oft unbemerkt bleiben, besteht die Gefahr, dass sie als Unaufmerksamkeit gewertet werden. Laut Cleveland Clinic sind Absencen in der Regel nicht gefährlich, können aber mehrmals am Tag auftreten. Wenn zwei oder mehr Absencen dicht hintereinander auftreten, kann eine vorübergehende Verwirrtheit entstehen. Pädagogische Unterstützung und Aufklärung des schulischen Umfelds sind wichtig, um Missverständnisse zu vermeiden. Betroffene Kinder und Jugendliche sollten so normal wie möglich am Alltag teilnehmen und nur in begrenztem Rahmen Einschränkungen erfahren.

In Deutschland sind Menschen mit Epilepsie durch Gesetze vor Diskriminierung geschützt. Sie haben Anspruch auf Teilhabe am Berufsleben und auf barrierefreien Zugang zu Bildung und öffentlicher Infrastruktur. Trotz gesetzlicher Regelungen berichten viele von Vorurteilen. Die WHO hebt hervor, dass soziale Stigmata häufig eine größere Belastung darstellen als die Anfälle selbst. Aufklärungskampagnen und Selbsthilfegruppen tragen dazu bei, das Bewusstsein zu schärfen. Eine offene Kommunikation mit dem persönlichen Umfeld hilft, Ängste abzubauen und unterstützt ein selbstbestimmtes Leben.
Einige Epilepsien lassen sich durch Prävention beeinflussen. Die WHO betont, dass etwa 25 % der Fälle durch Maßnahmen wie Unfallprävention, perinatale Medizin und Infektionsschutz vermeidbar sind. Das Vermeiden von Kopfverletzungen – etwa durch Fahrradhelm oder Sturzprophylaxe – sowie die Behandlung von Bluthochdruck und Schlaganfallrisiken kann laut WHO dazu beitragen, das Risiko bestimmter Ursachen von Epilepsie zu verringern. Eine gute Schwangerschaftsbetreuung und die Behandlung von Fieber bei Kindern können das Risiko epileptischer Erkrankungen verringern. Gegen Infektionen wie Meningitis, Enzephalitis oder Neurozystizerkose helfen Impfungen und Hygienemaßnahmen.
Epilepsie ist komplex und vielseitig. Die moderne Klassifikation nach strukturellen, genetischen, infektiösen, metabolischen, immunologischen und unbekannten Ursachen hilft, individuelle Therapieansätze zu entwickeln. Während genetische oder idiopathische Epilepsien häufig im Kindesalter beginnen und teils familär gehäuft auftreten, sind strukturelle Epilepsien auf nachvollziehbare Hirnveränderungen zurückzuführen. Absence‑Epilepsien zeigen sich durch kurze Bewusstseinsaussetzer und gehören meist zu den genetischen generalisierten Epilepsien. Die Frage „Ist Epilepsie vererbbar?“ lässt sich nicht pauschal beantworten: Es gibt vererbbare und de‑novo‑Mutationen, und bei vielen bleibt die Ursache unbekannt. Die Lebenserwartung bei Epilepsie hängt vom individuellen Krankheitsbild, der Anfallskontrolle und Begleiterkrankungen ab. Ein strukturiertes Management, soziale Unterstützung und eine neutrale Informationsvermittlung sind entscheidend für die Lebensqualität von Menschen mit Epilepsie.
Rechtlicher Hinweis: Die bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich der sachlichen Aufklärung und allgemeinen Information. Sie ersetzen weder eine ärztliche Diagnose noch eine individuelle medizinische Beratung oder Behandlung. Entscheidungen zu Diagnostik und Therapie sollten stets gemeinsam mit einer qualifizierten Ärztin oder einem qualifizierten Arzt getroffen werden.
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