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Als Erwachsener, der sich erstmals mit medizinischem Cannabis beschäftigt, möchtest du Orientierung und Fakten zu den Zusammenhängen zwischen Depression und den beteiligten Botenstoffen erhalten. Dieser Beitrag erklärt die wichtigsten Neurotransmitter (Serotonin, Dopamin, Noradrenalin), wie sie mit depressiven Störungen zusammenhängen und welche Rolle das Endocannabinoid‑System spielt. Du erfährst, wie Cannabisblüten aus der Apotheke als begleitende Option eingesetzt werden könnten, was dabei zu beachten ist und wie du Schritt für Schritt zur Patient:in wirst.
Wenn sich der Alltag wie in einer Nebelwolke anfühlt, können Botenstoffe im Gehirn eine wichtige Rolle spielen. Viele Menschen hören zum ersten Mal von Serotonin, Dopamin oder Noradrenalin, wenn sie nach Ursachen für ihre depressive Stimmung suchen. Doch was bedeuten diese Begriffe eigentlich? Dieser Artikel richtet sich an erwachsene Patient:innen in Deutschland, die sich zum ersten Mal seriös über medizinales Cannabis informieren und alles über Neurotransmitter wissen möchten.
In deinem Nervensystem läuft ein ständiger Austausch von Informationen. Diese Nachrichten werden durch chemische Botenstoffe – auch Neurotransmitter genannt – übertragen. Sie sorgen dafür, dass Nervenzellen miteinander „reden“. Bekannte Beispiele sind Serotonin, Dopamin und Noradrenalin. Früher galt die sogenannte Monoamin‑Hypothese: Depressionen würden vor allem durch einen Mangel dieser drei Stoffe verursacht. Das erklärt teilweise, warum viele Antidepressiva genau hier ansetzen. Moderne Forschung zeigt jedoch, dass das Bild komplexer ist; neben Monoaminen spielen auch andere Signalstoffe wie GABA und Glutamat eine Rolle. Das bedeutet nicht, dass die Monoamine unwichtig sind – sie bleiben zentrale Player – aber sie sind Teil eines großen Netzwerks.
Stell dir zwei Nervenzellen vor, die wie kleine Puzzleteile aneinanderstoßen. An der Synapse, der Verbindungsstelle, wird ein elektrischer Impuls in eine chemische Nachricht übersetzt. Die aussendende Zelle schüttet einen Neurotransmitter aus. Dieser gelangt durch den synaptischen Spalt zur gegenüberliegenden Zelle, dockt an spezifische Rezeptoren an und löst dort eine Reaktion aus. Anschließend werden die Botenstoffe abgebaut oder wieder aufgenommen. Das Zusammenspiel aus Produktion, Freisetzung, Bindung und Abbau bestimmt, wie stark die Signale sind. Für deine Stimmung kann es wichtig sein, ob die Botenstoffe im Gleichgewicht sind.

In diesem Abschnitt schauen wir uns die drei klassischen Monoamine genauer an. Sie werden oft im Zusammenhang mit Depressionen genannt, haben aber jeweils unterschiedliche Aufgaben.
Serotonin wird häufig als „Glückshormon“ bezeichnet, obwohl es viel mehr kann. Es beeinflusst Schlaf, Appetit, Gedächtnis und Stimmung. Studien zeigen, dass niedrige Serotoninspiegel mit depressiven Symptomen zusammenhängen können, während Medikamente wie selektive Serotonin‑Wiederaufnahmehemmer (SSRIs) den Serotoninspiegel im synaptischen Spalt erhöhen. Fachliteratur beschreibt Serotonin als Vermittler von innerer Ruhe und emotionaler Balance. Bei einem Defizit fühlen sich manche Menschen niedergeschlagen, reizbar oder ängstlich.
Folgende Symptome werden mit einem Serotoninmangel in Verbindung gebracht:
Es ist wichtig zu betonen, dass ein Serotoninmangel allein keine Depression „verursacht“. Es kann ein Teil des Puzzles sein. Therapieansätze setzen oft darauf, das Serotoninangebot zu erhöhen, etwa durch SSRIs. Ob und wie gut das für einzelne Personen funktioniert, ist sehr individuell.
Dopamin wird vor allem mit dem Belohnungssystem verbunden. Es beeinflusst Motivation, Lust und die Fähigkeit, Freude zu empfinden. Laut fachlicher Literatur stehen Symptome wie fehlender Antrieb, verminderte Motivation und mangelnde Begeisterungsfähigkeit in Zusammenhang mit Dopaminungleichgewichten. In der Depression können Betroffene das Gefühl haben, dass selbst positive Ereignisse keine Freude mehr auslösen. Ein Zuviel an Dopamin wird mit psychotischen Symptomen assoziiert; ein Zuwenig kann Antriebslosigkeit fördern. Medikamente aus der Gruppe der Serotonin‑Noradrenalin‑Wiederaufnahmehemmer (SNRIs) und manche atypische Substanzen beeinflussen auch das Dopaminsystem.
Studien zeigen, dass dopaminerge Systeme durch Cannabis beeinflusst werden können. Laut einer modernen neurologischen Quelle führt die kurzfristige Einnahme von THC dazu, dass bestimmte Nervenzellen vermehrt Feuern und mehr Dopamin freisetzen. Dies könnte erklären, warum Menschen nach der Inhalation von THC ein Wohlgefühl oder gesteigerten Appetit verspüren. Diese Effekte treten jedoch nicht bei allen Personen gleich auf und sollten nicht als Garantie für gute Laune verstanden werden.
Noradrenalin (auch Norepinephrin genannt) beeinflusst Aufmerksamkeit, Wachheit und Energie. Bei zu wenig Noradrenalin fühlen sich manche Patient:innen müde, antriebslos und unkonzentriert. Ein Zuviel wiederum kann zu Unruhe und Angst beitragen. Medikamente, die die Noradrenalinaufnahme hemmen (z. B. trizyklische Antidepressiva), erhöhen die Verfügbarkeit dieses Botenstoffs im synaptischen Spalt. Fachartikel beschreiben Noradrenalin als wichtigen Regulator von Stressreaktionen und Aufmerksamkeit. Zu niedrige Spiegel können mit Erschöpfungszuständen einhergehen; erhöhte Spiegel können innere Unruhe erzeugen.
Die genannten Botenstoffe wirken nicht isoliert. Sie kommunizieren miteinander und mit anderen neurochemischen Systemen. Moderne Forschung spricht von einem Netzwerk, in dem zum Beispiel GABA, Glutamat oder Glycin ebenfalls beteiligt sind. Einige Studien fanden bei depressiven Patient:innen niedrigere GABA‑Spiegel im Gehirn; ein ausgewogenes Verhältnis zwischen erregenden (Glutamat) und hemmenden (GABA) Neurotransmittern ist für die Stimmung wichtig. Die Vorstellung von einer „Monoamin‑Leiter“, die man einfach wieder auffüllen muss, ist veraltet – Depressionen sind komplexe Erkrankungen mit biologischen, psychologischen und sozialen Einflüssen.
Das Endocannabinoid‑System (ECS) ist ein körpereigenes Netzwerk aus Botenstoffen (Endocannabinoiden), Rezeptoren und Enzymen, das zahlreiche Funktionen reguliert. Dieses System existiert unabhängig von Cannabis und wurde entdeckt, weil Forschende herausfinden wollten, wie der Cannabiswirkstoff THC wirkt. Zwei wichtige Endocannabinoide sind Anandamid und 2‑Arachidonoylglycerol (2‑AG). Sie docken an CB1‑ und CB2‑Rezeptoren im Körper an. CB1‑Rezeptoren sitzen überwiegend im zentralen Nervensystem und beeinflussen Schmerzempfinden, Stimmung, Appetit und Gedächtnis. CB2‑Rezeptoren finden sich vor allem im Immunsystem und sind an Entzündungsprozessen beteiligt.
Enzyme sorgen dafür, dass Endocannabinoide nach ihrer Aufgabe rasch abgebaut werden, damit keine Daueraktivierung entsteht. Dieses fein abgestimmte System trägt zur Homöostase bei – also zur Aufrechterhaltung eines inneren Gleichgewichts. Wird es gestört, kann das Auswirkungen auf Stimmung, Schlaf, Schmerzempfinden und das Immunsystem haben.
Medizinische Cannabisblüten enthalten diverse Cannabinoide wie THC (Tetrahydrocannabinol) und CBD (Cannabidiol) sowie Terpene. THC bindet hauptsächlich an CB1‑Rezeptoren und hat eine psychoaktive Wirkung. Laut neurologischer Forschung führt der Konsum von THC dazu, dass bestimmte Nervenzellen vermehrt feuern und mehr Dopamin freisetzen. CBD bindet nicht so stark an CB1/CB2‑Rezeptoren; es könnte helfen, den Abbau körpereigener Endocannabinoide zu verlangsamen und moduliert andere Rezeptorsysteme. Viele Patient:innen berichten, dass CBD eine ausgleichende Wirkung hat.
Die Endocannabinoide und Monoamine haben Verbindungen: CB1‑Rezeptoren modulieren die Freisetzung von Neurotransmittern wie Noradrenalin, Dopamin, Serotonin und GABA. Das bedeutet, dass eine Aktivierung des ECS die Produktion oder Freisetzung dieser Botenstoffe beeinflussen kann. In der medizinischen Praxis werden Cannabisblüten zur Linderung bestimmter Symptome eingesetzt – sie können beispielsweise Schmerzen, Appetitlosigkeit oder Schlafprobleme mildern. Es handelt sich dabei nicht um eine Heilung, sondern um einen ergänzenden Ansatz.

Medizinische Cannabisblüten werden unter strengen Bedingungen angebaut. Produzent:innen müssen Good Manufacturing Practice (GMP) und Good Agricultural and Collection Practice (GACP) erfüllen. Jede Charge ist rückverfolgbar, und in Deutschland wird der Import und Export vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) überwacht. Das bedeutet, du erhältst ein Produkt in Apothekenqualität mit kontrolliertem Gehalt an Wirkstoffen. Zusätzlich unterscheidet man Cannabisblüten nach ihrem THC‑ und CBD‑Gehalt sowie nach ihrem Terpenprofil, das den Geruch und möglicherweise die Wirkung beeinflusst.
Blüten werden typischerweise inhalativ angewendet – aber nicht geraucht, sondern verdampft. Ein Vaporizer erhitzt das fein gemahlene Pflanzenmaterial auf eine bestimmte Temperatur, sodass Cannabinoide und Terpene verdampfen und eingeatmet werden können, ohne dass Verbrennung stattfindet. Dadurch bleiben weniger Reizstoffe wie Teer oder schädliche Verbrennungsprodukte zurück. Fachbeiträge betonen, dass das Inhalieren von Dampf sanfter für Lunge und Hals ist, Terpene besser bewahrt und eine effiziente Dosierung ermöglicht. Es gibt Konduktions‑ und Konvektionsvaporizer: Bei der Konduktion wird die Blüte direkt erhitzt; Konvektion bläst heiße Luft durch das Pflanzenmaterial, was oft als schonender gilt. Bei beiden Arten lässt sich die Temperatur einstellen, um bestimmte Cannabinoide gezielt zu verdampfen.
Es gibt viele Sorten mit unterschiedlichen THC‑ und CBD‑Gehalten. Dein behandelndes Team hilft dir dabei, eine Sorte zu finden, die zu deinen Symptomen passt. Eine universelle Empfehlung gibt es nicht. Einige Patient:innen bevorzugen Sorten mit einem höheren CBD‑Anteil, weil sie diese als weniger psychoaktiv erleben. Andere profitieren von einem ausgewogenen THC‑CBD‑Verhältnis. Wichtig ist: Die Therapie erfolgt individuell und unter ärztlicher Aufsicht. Da Cannabisblüten psychoaktive Effekte haben können, tasten sich Ärzt:innen meist langsam an eine passende Dosierung heran.
Medizinalcannabis kann bei bestimmten Symptomen unterstützend wirken, doch ist es kein „Wundermittel“. Bei Depressionen kann es helfen, Begleiterscheinungen wie Schlafstörungen, Appetitlosigkeit, Schmerzen oder Ängste zu lindern. Einige wissenschaftliche Arbeiten deuten darauf hin, dass Cannabinoide das Nervensystem modulieren und Stressreaktionen beeinflussen. Cannabinoide, insbesondere THC, aktivieren CB1‑Rezeptoren und modulieren die Freisetzung von Dopamin, Serotonin und Noradrenalin. Dieser Mechanismus könnte erklären, warum manche Menschen nach der Einnahme eine Verbesserung der Stimmung oder des Appetits spüren. Ob diese Effekte auftreten und wie stark sie sind, variiert stark.
Wichtig: Die bislang verfügbaren Studien zu Cannabis und Depression sind begrenzt. Experten betonen, dass es vorrangig um Symptom‑Linderung geht – eine Heilung von Depressionen durch Cannabis wurde nicht nachgewiesen. Ärzt:innen nutzen oft eine Kombination aus Therapieformen (Gesprächstherapie, Antidepressiva, Bewegung, Ernährung), um das beste Ergebnis zu erzielen. Medizinalcannabis kann in Absprache mit Ärzt:innen ein ergänzender Baustein sein, aber es ersetzt keine andere Behandlung.
Viele Erstinformer:innen haben Sorge, beim Inhalieren von Blüten „high“ zu werden. THC ist psychoaktiv und kann zu Euphorie, veränderten Wahrnehmungen und gesteigertem Appetit führen. Aus neurologischen Studien weiß man, dass THC vorübergehend die Aktivität dopaminerger Neuronen steigert. CBD wirkt hingegen kaum psychoaktiv und wird von einigen als ausgleichend empfunden. Die Intensität des psychoaktiven Effekts hängt von der THC‑Konzentration, der Dosis, der individuellen Verträglichkeit und der Anwendungsmethode ab. Wenn du Bedenken hast, sprich mit deiner Ärztin oder deinem Arzt über Sorten mit höherem CBD‑Anteil.
Wie bei vielen Arzneimitteln können auch bei medizinalem Cannabis unerwünschte Effekte auftreten. Häufig berichtete Nebenwirkungen sind:
Diese Effekte werden in Fachquellen als meist mild und vorübergehend beschrieben. Sehr selten können Reaktionen wie Herzrasen oder Unruhe auftreten; in solchen Fällen sollte die Therapie umgehend mit den behandelnden Ärzt:innen besprochen werden. Wichtig ist: Es gibt keine pauschale Dosierungsempfehlung. Die Dosierung wird individuell angepasst, mit langsamer Steigerung. Darüber hinaus sollte man bei der Teilnahme am Straßenverkehr und beim Bedienen von Maschinen Vorsicht walten lassen.
Die Nutzung von medizinalem Cannabis erfolgt immer unter ärztlicher Begleitung, weil es zu Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten kommen kann. Ärzt:innen berücksichtigen deine medizinische Vorgeschichte und andere Arzneimittel, die du einnimmst. Wenn du unter einer Herz‑Kreislauf‑Erkrankung leidest oder schwanger bist, wird dein Arzt den Nutzen und das Risiko sorgfältig abwägen. In Deutschland ist Medizinalcannabis verschreibungspflichtig; du bekommst es nur in der Apotheke gegen ärztliches Rezept.

Die Sorge vor Abhängigkeit ist verständlich. Der Konsum von THC kann bei hohen Dosen und längerem unkontrolliertem Gebrauch eine psychische Abhängigkeit fördern. Bei medizinaler Anwendung werden Dosis und Dauer jedoch von Ärzt:innen überwacht, und CBD wirkt dieser Tendenz möglicherweise entgegen. Voraussetzung ist, dass du die Therapie verantwortungsbewusst anwendest und eng mit deinem Behandler kommunizierst. Für viele Patient:innen steht die Symptomlinderung im Vordergrund; Abhängigkeit ist in der medizinischen Praxis selten.
Viele Patient:innen gehen ihrem Beruf weiterhin nach. Es kann jedoch zu einer Anfangsphase kommen, in der du auf mögliche Müdigkeit oder veränderte Aufmerksamkeit achten solltest. Beginne die Therapie idealerweise an einem freien Tag und sprich mit deiner Ärztin oder deinem Arzt über die beste Tageszeit für die Einnahme. Bei Tätigkeiten, die höchste Konzentration erfordern (z. B. Maschinenbedienung), ist Vorsicht geboten.
Beim Verdampfen von Blüten setzt die Wirkung in der Regel nach wenigen Minuten ein, da die Cannabinoide direkt über die Lunge ins Blut gelangen. Diese Wirkung hält oft 1–3 Stunden an. Ölige Extrakte zum Einnehmen wirken langsamer, da sie über den Verdauungstrakt aufgenommen werden; die Effekte können 4–8 Stunden anhalten. Die Wahl der Darreichungsform sollte deine Ärztin oder dein Arzt mit dir besprechen, je nachdem, welche Symptome im Vordergrund stehen.
Es gibt keine allgemeingültige Antwort. Deine individuelle Krankengeschichte, deine Symptome und Vorerfahrungen spielen eine Rolle. Cannabisblüten bieten den Vorteil eines schnellen Wirkungseintritts und variabler Sortenwahl. Öle und Extrakte wirken länger, haben aber einen langsameren Onset. Ärzt:innen können dir erklären, welche Option für dich sinnvoll sein könnte. Eine engmaschige Begleitung ist wichtig, um Anpassungen vorzunehmen.
Viele Menschen berichten zu Beginn von Leichtigkeit, Erleichterung bei Schmerzen oder verbessertem Schlaf. Andere spüren zunächst kaum etwas. Manche reagieren empfindlich und erleben kurzzeitig Schwindel oder einen leicht veränderten Bewusstseinszustand. Wichtig ist, geduldig zu bleiben. Halte deine Arztpraxis über dein Befinden auf dem Laufenden, damit die Dosierung angepasst werden kann. Meistens pendelt sich die Wirkung nach den ersten Anwendungen ein.
Für den Einstieg in die medizinische Cannabistherapie ist Transparenz und Aufklärung wichtig. Mit diesen drei Schritten gelingt der Einstieg strukturiert und beruhigend:
Beginne mit der Terminvereinbarung bei einer Ärztin oder einem Arzt, der Erfahrung mit Cannabistherapie hat. Inzwischen bieten viele Praxen Videosprechstunden an, sodass du bequem von zu Hause aus sprechen kannst. Bereite dich vor: Halte deine medizinischen Unterlagen, Befunde, eine Liste deiner aktuellen Medikamente und Notizen zu Symptomen bereit. So kann der Arzt sich ein genaues Bild machen. In der Sprechstunde erläuterst du, welche Symptome du hast und welche bisherigen Therapien du ausprobiert hast.
Während der Anamnese stellt der Arzt Fragen zu deinem körperlichen und seelischen Zustand. Er klärt ab, ob es Kontraindikationen gibt und ob medizinales Cannabis für dich infrage kommt. Wenn ja, erstellt er gemeinsam mit dir einen Therapieplan. Dieser Plan enthält unter anderem die geeignete Sorte, die empfohlene Einnahmeform (z. B. Vaporizer oder Öl) und einen Zeitrahmen für die Kontrolle. Bei Eignung stellt dir der Arzt ein Rezept aus, das in Deutschland in der Regel 30 Tage gültig ist.
Mit deinem Rezept gehst du zu einer Apotheke, die Medizinalcannabis führt. Die Apotheker:innen erklären dir die Handhabung des gewählten Produkts und weisen auf wichtige Hinweise hin. Frage nach Lagerung, Haltbarkeit und, falls du einen Vaporizer nutzt, nach passenden Geräten. Manche Apotheken können den Vaporizer auch direkt mitgeben oder bestellen. Sollten Fragen auftauchen, kannst du dich jederzeit an deine Arztpraxis oder die Apotheke wenden. So stellst du sicher, dass du das Medikament richtig anwendest.
Depressionen sind vielschichtige Erkrankungen, bei denen Serotonin, Dopamin und Noradrenalin eine bedeutende, aber nicht alleinige Rolle spielen. Die moderne Forschung betont, dass neben den klassischen Monoaminen weitere Systeme wie GABA und das Endocannabinoid‑System beteiligt sind. Medizinalcannabis kann die Freisetzung dieser Neurotransmitter modulieren und damit zur Linderung bestimmter Symptome beitragen. Positive Wirkungen sind jedoch individuell verschieden und dürfen nicht als Heilversprechen verstanden werden. Mit einem kontrollierten Therapieplan, ärztlicher Begleitung und qualitativ hochwertigen Cannabisblüten aus der Apotheke kann diese Option eine wertvolle Ergänzung sein.
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