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Die Zahl der Menschen, die in Deutschland unter Angstzuständen leiden, ist hoch. Betroffene erleben oft starke Beeinträchtigungen im Alltag, sei es durch anhaltende Unruhe, Sorgen oder körperliche Symptome wie Herzklopfen. Schätzungen zufolge leidet ein zweistelliger Prozentsatz der Bevölkerung im Laufe des Lebens an einer klinisch relevanten Angststörung – dazu zählen zum Beispiel generalisierte Angststörungen, soziale Phobien und Panikstörungen. Diese Diagnosen unterscheiden sich in ihren Auslösern, Symptomen und ihrem Verlauf, doch allen gemeinsam ist, dass sie den Alltag stark belasten können. Trotz etablierter Therapien wie Psychotherapie und bestimmten Medikamenten suchen manche Menschen nach ergänzenden Optionen, insbesondere weil ein offener Umgang mit psychischen Belastungen zunimmt. In den letzten Jahren hat sich daher auch das Interesse an Cannabidiol (CBD) vergrößert. Dieses Cannabinoid aus der Hanfpflanze wird häufig als sanfter und nicht berauschender Bestandteil des Cannabis bezeichnet. Die vorliegende Darstellung hat das Ziel, Informationen zum Thema CBD und Angstzustände verständlich darzustellen, ohne dabei Heilversprechen zu geben. Sie basiert auf wissenschaftlicher Literatur und rechtlichen Vorgaben in Deutschland und berücksichtigt den Wunsch vieler Leserinnen und Leser nach sachlicher und verantwortungsvoller Aufklärung.
Bevor man über potenzielle ergänzende Ansätze wie CBD spricht, ist es hilfreich, einen Blick auf die bekannten Arten von Angststörungen und ihre bewährten Behandlungsmethoden zu werfen. Unter dem Begriff „Angststörung“ fallen verschiedene Krankheitsbilder. Die generalisierte Angststörung ist durch anhaltende Sorge und Anspannung gekennzeichnet, die sich auf viele Lebensbereiche erstrecken kann. Bei einer Panikstörung treten plötzliche, wiederkehrende Angstanfälle auf, die mit heftigen körperlichen Symptomen einhergehen und nicht immer einen klaren Auslöser haben. Soziale Angststörungen betreffen vor allem die Furcht vor negativer Bewertung in sozialen Situationen und können zu Rückzug und Isolation führen. Daneben gibt es spezielle Phobien, die sich auf bestimmte Objekte oder Situationen beziehen, wie Höhenangst oder Angst vor Insekten. Jede dieser Störungen hat unterschiedliche therapeutische Bedürfnisse.
Die evidenzbasierte Behandlung von Angststörungen umfasst vor allem psychotherapeutische Verfahren wie die kognitive Verhaltenstherapie (KVT). Dabei lernen Betroffene, ihre Denkmuster zu hinterfragen, körperliche Symptome zu verstehen und gezielt zu verändern. Häufig werden Expositionsübungen angewendet, bei denen die Betroffenen die angstauslösenden Situationen unter professioneller Anleitung aufsuchen, um schrittweise eine Desensibilisierung zu erreichen. In einigen Fällen werden Medikamente eingesetzt, beispielsweise selektive Serotonin‑Wiederaufnahmehemmer (SSRIs) oder Serotonin‑Noradrenalin‑Wiederaufnahmehemmer (SNRIs). Diese Arzneimittel können helfen, die Intensität der Angst zu verringern, erfordern jedoch eine sorgfältige ärztliche Überwachung. Ergänzende Methoden wie Achtsamkeitsübungen, Bewegung oder Entspannungstechniken werden ebenfalls empfohlen. Die Entscheidung über die Therapieform sollte gemeinsam mit Fachleuten getroffen werden. CBD wird in dieser Darstellung nicht als Ersatz für diese etablierten Verfahren betrachtet, sondern als Stoff, der im Rahmen wissenschaftlicher Studien untersucht wird.
Um zu verstehen, wie Cannabinoide wie CBD im Körper wirken können, ist zunächst ein Blick auf das Endocannabinoid‑System hilfreich. Dieses körpereigene Kommunikationsnetzwerk besteht aus Rezeptoren (CB1 und CB2), körpereigenen Botenstoffen (z. B. Anandamid und 2‑Arachidonoylglycerol) und Enzymen, die diese Botenstoffe auf- und abbauen. CB1‑Rezeptoren sind vor allem im Gehirn und im Nervensystem zu finden und spielen eine Rolle bei der Regulation von Stimmung, Gedächtnis, Appetit und Schmerzempfinden[1]. CB2‑Rezeptoren befinden sich überwiegend auf Immunzellen; sie werden mit Entzündungsprozessen und dem Immunsystem in Verbindung gebracht[1]. Die körpereigenen Cannabinoide (Endocannabinoide) binden an diese Rezeptoren und sorgen für ein Gleichgewicht (Homöostase) bei vielen physiologischen Prozessen. Ein funktionierendes ECS trägt also zur Stabilität verschiedener Körperfunktionen bei. Eine Störung dieses Systems wird in der Forschung mit verschiedenen Erkrankungen in Verbindung gebracht, unter anderem mit chronischen Schmerzen, Entzündungen oder psychischen Störungen. Solche Zusammenhänge bedeuten jedoch nicht automatisch, dass eine zusätzliche Zufuhr von Cannabinoiden therapeutische Effekte hat. Die Rolle des ECS bei Angst und Stress wird weiterhin wissenschaftlich untersucht, und bisherige Erkenntnisse sind nicht eindeutig.

Die Cannabis‑Pflanze produziert viele verschiedene phytochemische Verbindungen, darunter mehr als hundert Cannabinoide. Die beiden bekanntesten sind Δ9‑Tetrahydrocannabinol (THC) und Cannabidiol (CBD). THC ist der psychoaktive Hauptbestandteil, der für den typischen Rausch verantwortlich ist. Es bindet stark an CB1‑Rezeptoren im Gehirn und kann neben einer berauschenden Wirkung auch Auswirkungen auf Wahrnehmung, Gedächtnis und Motorik haben. CBD hingegen bindet nicht so stark an CB1 und CB2 und wird daher oft als „nicht berauschend“ bezeichnet. Studien legen nahe, dass orale CBD‑Dosen bis 300 mg oder intravenöse Dosen bis 30 mg in der Regel nicht zu einem typischen THC‑ähnlichen Rausch führen[2]. Dennoch beeinflusst CBD das Gehirn: Es moduliert zum Beispiel Gedächtnisprozesse und motorisches Verhalten[2]. Insofern kann CBD als „nicht berauschend, aber psychoaktiv“ eingeordnet werden. Das ist wichtig, um unrealistische Erwartungen zu vermeiden und verantwortungsvoll mit dem Stoff umzugehen.
Forscherinnen und Forscher untersuchen verschiedene Mechanismen, durch die CBD im menschlichen Körper mit biologischen Systemen interagieren kann. Diese Mechanismen sind komplex und werden vor allem in Laborstudien an Zellkulturen und Tiermodellen untersucht. Ein gängiges Thema ist die Modulation des Endocannabinoid‑Systems: CBD kann möglicherweise den Abbau von körpereigenem Anandamid hemmen und als allosterischer Modulator an CB1‑ oder CB2‑Rezeptoren wirken. Dies könnte zu einer Anpassung des Nervensystems beitragen, doch diese Beobachtungen stammen zum großen Teil aus präklinischen Studien. Darüber hinaus interagiert CBD mit anderen Rezeptorsystemen, zum Beispiel mit Serotoninrezeptoren (5‑HT1A), TRPV1‑Kanälen oder Peroxisom‑Proliferator‑aktivierten Rezeptoren (PPARγ). Solche Interaktionen könnten theoretisch an der Wahrnehmung von Schmerzen, an Entzündungsprozessen und an der Stimmung beteiligt sein, sind aber noch nicht abschließend verstanden. Laborarbeiten berichten außerdem, dass CBD in bestimmten Konzentrationen die Freisetzung entzündungsfördernder Botenstoffe wie Interleukin‑6 und Tumornekrosefaktor‑α in Zellkulturen verringern kann. Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass diese mechanistischen Hypothesen keine klinischen Aussagen über therapeutische Effekte bei Angstzuständen zulassen. Beobachtungen aus Zellkulturen und Tiermodellen lassen sich nicht ohne weiteres auf den Menschen übertragen.
Im Laufe der letzten Jahre wurden mehrere klinische Studien und systematische Übersichtsarbeiten zu CBD bei Angststörungen veröffentlicht. Die Ergebnisse zeigen ein gemischtes Bild und machen deutlich, dass die Evidenzlage begrenzt ist. Eine 2024 veröffentlichte Meta‑Analyse von acht randomisierten klinischen Studien mit insgesamt 245 Teilnehmenden kam zu dem Ergebnis, dass CBD im Durchschnitt einen statistisch signifikanten, aber bescheidenen Effekt auf Angstskalen zeigte[3]. Die Autorinnen und Autoren betonten jedoch ausdrücklich, dass die geringe Probandenzahl und heterogene Studiendesigns eine klare Aussage erschweren[3]. Eine weitere systematische Übersicht aus demselben Jahr untersuchte 15 randomisierte Studien und stellte fest, dass in rund 60 % der Studien kein Unterschied zwischen CBD und einem Placebo bestand, vor allem bei Einzeldosen von 300 mg oder 600 mg[4]. In einigen Untersuchungen zeigte sich bei höheren Dosierungen sogar eine Zunahme der Angst[4]. In Tests, die öffentliche Reden simulierten, traten bei moderaten Dosen (etwa 300 mg) kurzfristige Verbesserungen bestimmter Angstparameter auf[4]. Daraus lässt sich jedoch keine allgemeine therapeutische Empfehlung ableiten. Vielmehr deuten die Autoren dieser Übersichten darauf hin, dass künftige Studien mit größeren Teilnehmerzahlen und standardisierten Dosierungsprotokollen nötig sind, um klare Schlüsse zu ziehen[4].
Klinische Studien, die über einen längeren Zeitraum durchgeführt wurden, sind rar. Eine offene zwölfwöchige Studie aus Australien untersuchte 31 junge Menschen im Alter von 12 bis 25 Jahren, die zuvor von verschiedenen Therapien wenig profitiert hatten. Die Teilnehmenden erhielten bis zu 800 mg CBD täglich. Da diese Untersuchung jedoch ohne Kontrollgruppe durchgeführt wurde, können Placeboeffekte oder andere Faktoren nicht ausgeschlossen werden. Insgesamt verdeutlichen diese Ergebnisse, dass es zwar erste Hinweise auf Effekte in bestimmten Situationen gibt, diese aber nicht ausreichend sind, um CBD als allgemeine Behandlung für Angststörungen zu empfehlen. Fachgesellschaften und Behörden in Deutschland sehen CBD‑haltige Produkte daher derzeit nicht als zugelassenes Arzneimittel gegen Angstzustände an.
Viele Studien und Erfahrungsberichte beschreiben CBD als im Allgemeinen gut verträglich. Dennoch können unerwünschte Wirkungen auftreten. Häufig werden Müdigkeit, Benommenheit, Schwindel, Magen‑Darm‑Beschwerden und ein trockener Mund genannt[5]. In einzelnen Fällen wurden bei hohen Dosen in medizinisch zugelassenen CBD‑Präparaten (z. B. bei der Epilepsiemedikation Epidiolex) erhöhte Leberwerte gemessen[5]. Zudem interagiert CBD mit bestimmten Enzymen der Leber (CYP450‑System), die für den Abbau zahlreicher Medikamente verantwortlich sind[5]. Daher kann es die Wirkung anderer Arzneimittel verstärken oder abschwächen. Besonders bei Antidepressiva, Blutverdünnern oder Antiepileptika ist Vorsicht geboten. Wer CBD zu therapeutischen Zwecken einsetzen möchte, sollte immer ärztliche Beratung einholen und andere Präparate sowie bestehende Krankheiten offenlegen. Da die langfristigen Auswirkungen von regelmäßigem CBD‑Konsum noch nicht abschließend erforscht sind, sollten Selbstversuche vermieden werden.
Die rechtliche Situation für Cannabis und CBD in Deutschland unterscheidet zwischen Medikamenten, Nahrungsergänzungsmitteln und sonstigen Produkten. CBD‑haltige Nahrungsergänzungsmittel dürfen keine gesundheitsbezogenen Angaben machen und sind dem allgemeinen Lebensmittelrecht unterworfen. Medizinisches Cannabis (einschließlich Blüten und bestimmte Extrakte) kann seit 2017 bei schwerwiegenden Erkrankungen vom Arzt auf Rezept verschrieben werden. Laut Gemeinsamen Bundesausschuss (G‑BA) darf eine Verordnung nur erfolgen, wenn eine schwerwiegende Erkrankung vorliegt und andere Therapieoptionen ausgeschöpft sind oder aufgrund der zu erwartenden Nebenwirkungen nicht eingesetzt werden können[7]. Bis Oktober 2024 mussten gesetzlich versicherte Patientinnen und Patienten vor der ersten Verschreibung einen Antrag auf Kostenübernahme bei der Krankenkasse stellen. Seit einer Reform im Oktober 2024 entfällt dieses Genehmigungsverfahren für bestimmte Fachärztinnen und Fachärzte, die besondere Qualifikationen haben[7]. Der G‑BA listet diese Fachgruppen auf und weist darauf hin, dass trotz der vereinfachten Genehmigung weiterhin strenge Voraussetzungen für die Verordnung gelten[7]. Ein Rezept für Cannabisblüten oder -zubereitungen muss in einer Apotheke eingelöst werden. Produkte aus dem Freizeitkonsum, die einen höheren THC‑Gehalt haben, sind davon zu unterscheiden und unterliegen anderen gesetzlichen Regelungen.
Wer im Rahmen einer ärztlich begleiteten Therapie Cannabisblüten einnimmt, sollte die verordnete Menge und Form strikt beachten. Medizinische Cannabisblüten (Cannabis flos) werden unter kontrollierten Bedingungen angebaut. Jede Charge wird auf ihren Gehalt an THC, CBD und Terpenen sowie auf Schadstoffe überprüft. In Deutschland sind diese Blüten rezeptpflichtig. Ärztinnen und Ärzte wählen eine Sorte nach Wirkstoffverhältnis und eventuell relevanten Begleitstoffen aus. Sie berücksichtigen dabei den Gesundheitszustand der Patientin oder des Patienten. Es gibt verschiedene Formen der Anwendung:
Cannabisblüten enthalten neben Cannabinoiden zahlreiche weitere Inhaltsstoffe, insbesondere Terpene. Diese aromatischen Verbindungen verleihen jeder Sorte ihren charakteristischen Duft und Geschmack. Terpene werden oft mit bestimmten Eigenschaften assoziiert: Linalool etwa ist auch Bestandteil des Lavendels und wird in der Aromatherapie mit beruhigenden Effekten in Verbindung gebracht; β‑Caryophyllen kann auf das CB2‑Rezeptorensystem einwirken. Diese Assoziationen entstammen jedoch überwiegend Laborstudien oder Erfahrungsberichten und sind wissenschaftlich nicht belegt. Für die therapeutische Nutzung gibt es keine belastbaren Daten, die eine klare Zuordnung zwischen bestimmten Terpenprofilen und psychischen Effekten erlauben. Wer sich mit unterschiedlichen Cannabis‑Sorten beschäftigt, sollte persönliche Erfahrungen unter ärztlicher Begleitung dokumentieren, um die individuelle Verträglichkeit zu überprüfen. Es ist ratsam, Veränderungen der Symptome, Nebenwirkungen und des Wohlbefindens in einem Tagebuch festzuhalten und mit der behandelnden Person zu besprechen.

Für diejenigen, die sich als Patientin oder Patient mit ärztlicher Unterstützung mit medizinischem Cannabis auseinandersetzen, gibt es in Deutschland ein klar geregeltes Verfahren. Die folgenden Schritte dienen als Orientierung:
Die Reaktion auf CBD und andere Cannabisprodukte ist sehr individuell. Während manche Menschen von einer leichten Beruhigung berichten, spüren andere keine Veränderung oder bemerken vorübergehend mehr Unruhe – insbesondere bei höheren Dosen. Es ist daher ratsam, von Anfang an realistische Erwartungen zu haben: CBD ist kein Allheilmittel und ersetzt nicht evidenzbasierte Therapien wie Psychotherapie oder Verhaltenstraining. Wissenschaftliche Daten deuten darauf hin, dass Effekte dosisabhängig und situationsbezogen sein können, aber ein klarer Wirksamkeitsnachweis bei Angststörungen fehlt[4]. Deshalb sollte jede Anwendung kritisch begleitet und immer mit einer qualifizierten medizinischen Fachperson besprochen werden. Notieren Sie körperliche und psychische Reaktionen, um die für Sie passende Dosierung und Einnahmeform zu ermitteln. Sollten unerwünschte Effekte auftreten – etwa Müdigkeit, Schwindel oder Magen‑Darm‑Beschwerden[5] –, ist eine Anpassung der Dosis oder ein Abbruch der Therapie sinnvoll. Für einige Menschen kann es hilfreich sein, begleitende Entspannungsverfahren (Meditation, Atemtechniken) oder psychotherapeutische Ansätze zu nutzen, um Angststörungen umfassend zu behandeln.
Macht CBD high?
Reines CBD gilt als nicht berauschend. Anders als THC verursacht es bei üblichen oral eingenommenen Dosen keine typischen Rauschzustände. Einige Menschen berichten allerdings über eine entspannte oder müde Stimmung. Bei Produkten, die sowohl CBD als auch THC enthalten, kann CBD möglicherweise den psychoaktiven Effekt von THC abmildern, indem es als negativer allosterischer Modulator an CB1‑Rezeptoren wirkt. Achten Sie auf die Zusammensetzung der Produkte und sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, wenn Sie unsicher sind.
Wie fühlt sich der Beginn einer CBD‑Einnahme an?
Viele berichten in den ersten Tagen von einer gewissen Entspannung oder Schläfrigkeit. Einige spüren kaum Veränderungen. Da CBD bei manchen Menschen erst nach mehreren Tagen oder Wochen wahrnehmbar ist, sollten Sie Geduld haben. Halten Sie engen Kontakt zu Ihrer medizinischen Betreuung und notieren Sie Ihre Eindrücke, um gemeinsam zu entscheiden, ob die Anwendung sinnvoll ist.
Wie schnell tritt die Wirkung ein?
Bei der Inhalation über einen Vaporizer werden Cannabinoide innerhalb von wenigen Minuten aufgenommen. Die Effekte können in der Regel ein bis drei Stunden anhalten. Öle oder Kapseln benötigen länger, um zu wirken (meist 30 bis 90 Minuten), jedoch hält die Wirkung dann länger an. Die Wahl der Darreichungsform sollte an Ihre Bedürfnisse und an die Empfehlungen der Ärztin oder des Arztes angepasst werden.
Kann ich CBD mit anderen Medikamenten kombinieren?
CBD beeinflusst Leberenzyme, die für den Abbau vieler Medikamente verantwortlich sind. Es kann die Konzentration von Arzneimitteln im Blut erhöhen oder verringern[5]. Daher sollten Sie jede Kombination mit anderen Präparaten mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt absprechen, insbesondere wenn Sie Antidepressiva, Gerinnungshemmer oder Antiepileptika einnehmen. Selbst vermeintlich harmlose Nahrungsergänzungsmittel können Wechselwirkungen verursachen.
Kann CBD Panikattacken stoppen?
Einige Personen schildern subjektiv, dass sie sich durch CBD weniger überwältigt fühlen. Wissenschaftlich lässt sich diese Beobachtung nicht absichern: In kontrollierten Studien konnte keine eindeutige „Stopp‑Wirkung“ von CBD bei Panikattacken nachgewiesen werden. CBD kann maximal als Teil eines umfassenden Therapieplans angesehen werden. Nutzen Sie bei akuten Angstzuständen und Panikattacken etablierte Methoden wie Atemübungen und suchen Sie professionelle Hilfe.

CBD und medizinische Cannabisblüten wecken bei vielen Menschen Interesse als potenzielle Ergänzung zu klassischen Therapien. Wissenschaftliche Studien liefern bislang ein uneinheitliches Bild: Einige zeigen leichte Verbesserungen in bestimmten Testsituationen, viele finden keinen Unterschied zu Placebo, und einzelne berichten sogar über verstärkte Angst bei hohen Dosen[4]. Aufgrund dieser widersprüchlichen Ergebnisse sollten Anwenderinnen und Anwender keine Wunder erwarten. Eine Anwendung sollte stets unter ärztlicher Begleitung erfolgen, um die Risiken und den Nutzen individuell abzuwägen. Besonders wichtig ist es, mögliche Nebenwirkungen und Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten zu beachten[5]. In Deutschland ist die rechtliche Lage klar geregelt: Eine Verschreibung von Cannabisblüten erfordert eine schwerwiegende Erkrankung und eine entsprechende ärztliche Indikation[7]. Die vereinfachte Genehmigung für bestimmte Fachärzte seit Oktober 2024 erleichtert den Zugang, ändert aber nichts an der Pflicht zu einer verantwortungsvollen Anwendung. Für Menschen mit Angststörungen kann CBD im Rahmen einer ganzheitlichen Therapie eine ergänzende Option darstellen. Eine fundierte psychotherapeutische Behandlung, gegebenenfalls unterstützt durch andere Medikamente, bleibt jedoch die Grundlage einer nachhaltigen Besserung.
Rechtlicher Hinweis: Die bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich der sachlichen Aufklärung und allgemeinen Information. Sie ersetzen weder eine ärztliche Diagnose noch eine individuelle medizinische Beratung oder Behandlung. Entscheidungen zu Diagnostik und Therapie sollten stets gemeinsam mit einer qualifizierten Ärztin oder einem qualifizierten Arzt getroffen werden.
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